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„Es ist nicht das Ende, es ist noch nicht einmal der Anfang vom Ende, es ist nur das Ende des Anfangs...“

 

So charakterisierte einer der Referenten die Entwicklung in der Erforschung des Nierenzellkarzinoms und seiner Therapien. Für „Das Lebenshaus“ mit seinem neuen Bereich Nierenkrebs ist es sogar erst der Anfang des Anfangs. Entsprechend neugierig waren alle Teilnehmer, Referenten und natürlich auch die Vertreter des Lebenshauses auf die Veranstaltung.

 

Am 4. April 2008 um die Mittagszeit füllte sich dann langsam der Raum im Ramada Hotel in Bad Soden - eine kleine, wissensdurstige Gruppe von etwa 50 Leuten fand sich zum ersten Treffen des Lebenshauses Nierenkrebs ein.

 

Eine kurze Vorstellung des Lebenshauses durch die Bereichsleiterin Nierenkrebs, Kathrin Schuster, und den Vereinssprecher des Lebenshauses, Markus Wartenberg, bildete den Anfang der Veranstaltung.

 

Es folgten verschiedene Fachvorträge zum Nierenzellkarzinom. Den Einstieg in die Thematik machte Frau Dr. Kerber, Ärztin an der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main mit dem Vortrag „Nierenkrebs ist nicht gleich Nierenkrebs".

 

"Das Nierenzellkarzinom unter der Lupe: von Zelltypen, Genen und Proteinen" - Warum der Pathologe in der Erkrankung Nierenkrebs eine entscheidende Rolle spielt, stellte Professor Störkel, Direktor des Instituts für Pathologie am Helios Klinikum Wuppertal, im folgenden Vortrag eindrucksvoll dar.

 

Nach einer kurzen Pause und einer kleinen Stärkung ging es dann um das Thema Therapien - von der Operation bis zur Nachsorge. Die beiden Experten Frau Professor Jäger und Herr Professor Roigas erläuterten die unterschiedlichen Optionen, Methoden und Therapieansätze ausführlich. Beide Experten stehen dem Lebenshaus als Vorsitzende des zukünftigen medizinisch-wissenschaftlichen Beirats mit Rat und Tat zur Seite.

 

Dieser aktuelle Überblick über die Operationsmethoden und die derzeit zugelassenen Therapien rundete und schloss den Tag ab. Viele, oftmals neue Informationen begleiteten die Teilnehmer in den Abend.

 

Am nächsten Morgen ging es weiter mit einem Blick in die Zukunft. PD Dr. Manfred Johannsen von der Charité in Berlin begann den neuen Tag mit der Beantwortung der Frage „Was ist eigentlich eine klinische Studie?"

 

Welche neuen Substanzen und welche weiteren Fragestellungen derzeit in klinischen Studien untersucht werden, erläuterte im Anschluss Professor Jan Roigas vom Vivantes Klinikum am Urban in Berlin.

 

Aber nicht nur die medizinische Behandlung der Erkrankung spielt eine wichtige Rolle. Auch die Psyche sollte nicht vergessen werden. Ursula Nowak, Psychologin aus Bochum, erläuterte in ihrem Vortrag, warum eine psychologische Betreuung von Krebspatienten und deren Angehörige von Vorteil sein kann und welche Möglichkeiten bestehen.

 

Abschließend ging es nochmals um die einzelnen Therapien - insbesondere um das Management von Nebenwirkungen. So standen Dr. Michael Staehler, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Urologie am Klinikum Großhadern, PD Dr. Thomas Steiner, Oberarzt an der Friedrich-Schiller-Universitätsklinik Jena, Dr. Viktor Grünwald, Facharzt an der Klinik für Onkologie und Hämatologie an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie Dr. Roman Heuer von der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Rede und Antwort.

 

"Vielen Dank für das Forum!", so eine Teilnehmerin zum Abschluss der Veranstaltung. "Für uns ist natürlich die Information sehr wichtig, wir haben viel mitgenommen. Aber es ist genauso wichtig zu sehen, dass sich viele kompetente Menschen mit der Krankheit beschäftigen und sie ernst nehmen!"

 

 

Die Vorträge im Überblick

 

Nierenkrebs ist nicht gleich Nierenkrebs!

Dr. Anne Kerber, Frankfurt

 

Das Nierenzellkarzinom unter der Lupe: von Zelltypen, Genen und Proteinen

Prof. Dr. Stephan Störkel, Wuppertal

 

Den Tumor behandeln: Chirurgische und medikamentöse Therapieoptionen

Operation des Primärtumors und der Metastasen:

Offen, minimal-invasiv, lokal-ablativ oder gar nicht?

Prof. Dr. Jan Roigas, Berlin

 

Mit kleinen Molekülen gegen den Krebs:

Medikamentöse Therapieoptionen

beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom

Prof. Dr. Elke Jäger, Frankfurt

 

Medizin im Fortschritt

Klinische Studien und ihre Bedeutung

PD Dr. Manfred Johannsen, Berlin

 

Therapieoptionen in der klinischen Prüfung

Prof. Dr. Jan Roigas, Berlin

 

Die Psyche nicht vergessen: Krankheitsbewältigung

Ursula Nowak, Bochum

 

Therapie und Nebenwirkungsmanagement:

Immuntherapie: Dr. Roman Heuer, Hamburg

Sorafenib: PD Dr. Thomas Steiner, Jena

Sunitinib: Dr. Viktor Grünwald, Hannover

Temsirolimus und Bevacizumab: Dr. Michael Staehler, München

 

 

Herzlichen Dank!

 

An dieser Stelle möchten wir, Das Lebenshaus, uns nochmals herzlich für das tolle - und übrigens honorarfreie - Engagement der Referenten bedanken!

 

Ein herzliches Dankeschön richtet sich auch an unsere Sponsoren der Veranstaltung, die Firmen Pfizer und Bayer, die mit ihrer Unterstützung das 1. Nierenkrebs-Forum ermöglicht haben! Mehr zu unseren Sponsoren und unseren Sponsoring-Richtlinien finden Sie auf den Vereinsseiten.

 


 

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