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KANN MAN NIERENZELLKARZINOME KLASSIFIZIEREN?

 

In Europa werden Nierenzellkarzinome am häufigsten nach der so genannten TNM-Klassifikation eingeordnet. Sie gibt Aufschluss über die Größe und die Eindringtiefe des Tumors (T = Tumor), über den Befall der regionären Lymphknoten (N = Nodi = Lymphknoten) und über ein Vorliegen von Fernmetastasen (M = Metastasen). Darüber hinaus wird häufig noch das „Grading" angegeben. Es beschreibt den Grad der Differenzierung

(= Spezialisierung) einer Tumorzelle. Je differenzierter eine Zelle ist, desto besser ist die Prognose.


Zudem wird die Prognose international häufig anhand der so genannten MSKCC-Kriterien abgeschätzt. Dabei werden verschiedene Laborwerte sowie der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten betrachtet. Über- oder unterschreiten sie bestimmte Werte, gelten sie als prognostisch ungünstige Faktoren.


Aufgrund der detaillierten Einordnung des Tumors kann dann die Therapiestrategie festgelegt werden. Dabei ist jedoch wichtig, dass diese Erkenntnisse auf vielen einzelnen Patientendaten basieren und niemals eine genaue Aussage über einen individuellen Verlauf geben können.


 

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