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Das Wissen um das Krankheitsstadium, den Nierenzellkarzinom-Typ und die Risikoprognose ist besonders für die Wahl einer geeigneten Therapie (z.B. die Wahl der Operationsmethode) von Bedeutung und bildet eine wichtige Basis zum Einsatz von medikamentösen Therapien.
Weiterhin ist das Risiko, Metastasen zu entwickeln, Ansatzpunkt der risiko-adaptierten Nachsorge.

 

Daher wird nach erfolgter Operation das Gewebe des Tumors von einem Pathologen untersucht. Die von ihm erstellte schriftliche Beurteilung (histologischer oder auch pathologischer Befund genannt) beinhaltet unter anderem den Zelltyp des Nierenzellkarzinoms (klarzellig, papillär, chromophob, Ductus Bellini etc.). Des Weiteren wird die Tumorgröße, Ausbreitung, Fernmetastasenbildung und den Differenzierungsgrad der Zelle beschrieben. Hierzu verwendet der Pathologe ein System - die so genannte TNM Klassifikation.

Wurde die Befundung nach einer Operation vorgenommen, steht vor den Zahlen und Buchstaben normalerweise ein „p“.

T = Tumor = beschreibt des Primärtumors, Ausdehnung und Eindringtiefe
N = Nodi = Lymphknoten Beschreibung über den Zustand der Lymphknoten
M = Metastasen = beschreibt das Vorliegen von Fernmetastasen

Darüber hinaus werden zumeist noch folgende Angaben gemacht
R = Resudialgewebe = beschreibt im Körper verbliebene Tumorreste nach der Operation
G = Grading = beschreibt den Grad der Differenzierung (= Spezialisierung) einer Tumorzelle


Aufgrund der detaillierten Einordnung des Tumors kann dann die Therapiestrategie festgelegt werden. Dabei ist jedoch wichtig, dass diese Erkenntnisse auf vielen einzelnen Patientendaten basieren und niemals eine genaue Aussage über einen individuellen Verlauf geben können.

 
 
 

 

Darüber hinaus werden zumeist noch Angaben zum Grading – dem Grad der Differenzierung – der Zelle gemacht.
Der Differenzierungsgrad beschreibt den Grad der Spezialisierung einer Zelle. Je weiter eine Zelle differenziert ist, desto ähnlicher ist die Zelle einer „normalen“ Nierenzelle.
Durch eine feingewebliche Untersuchung des Tumorgewebes unter dem Mikroskop lässt sich der Differenzierungsgrad feststellen: Je agressiver ein Tumor wächst, umso undiffernzierter werden die Zellen, d.h. sie werden den „normalen“ Nierenzellen immer unähnlicher. Auf diese Art und Weise lässt sich abschätzen, wie aggressiv oder langsam der Tumor vermutlich wächst und sich verbreiten könnte.

 
 

 

Die Informationen der TNM- Klassifikation werden im System der UICC (Union International Contre le Cancer) zusammen- gefasst und unterteilt in die Stadien 1 bis 4.

 

 

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