WIE WIRD NIERENKREBS DIAGNOSTIZIERT?
Kommt der Patient mit geringen, unspezifischen Beschwerden zum Arzt, wird dieser als erstes eine Anamnese vornehmen, Als Anamnese wird das Gespräch bezeichnet, in dem die Vorgeschichte des Patienten in Bezug auf seine aktuellen gesundheitlichen Probleme, aber auch Medikamenteneinnahme, Erkrankungen in der Familie (z.B. das von-Hippel-Lindau-Syndrom) oder andere Risikofaktoren und ggf. soziale und psychologische Aspekte abgeklärt wird. Ziel dieses Gesprächs ist es, dem Arzt Hinweise auf die mögliche Erkrankung zu geben bzw. andere auszuschließen.
Auch ein umfassende klinische, also körperliche Untersuchung, eine Harn- und Blutuntersuchung kann dem Arzt weiteren Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben.
Letztendlich kann jedoch nur ein so genanntes bildgebendes Verfahren den Beweis für das Vorliegen eines Nierentumors bringen. Die beiden wichtigsten Verfahren sind die Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) und die Computertomographie (CT). Diese Untersuchungen werden eingesetzt, um die Ausbreitung des Tumors (Größe, Lage und Metastasierung) festzustellen.
Um Metastasen auszuschließen wird oft eiine Computertomographie (CT) des Brustkorbs (CT -Thorax) noch vor der Operation veranlasst. Wird eine weitere Ausbreitung vermutet, kann eine MRT des Kopfes und eine Knochenszintigraphie erfolgen.
Die Ergebnisse der bildgebenden Diagnostik sind für die weitere Therapieplanung von essentieller Bedeutung und sollten daher vor der Planung einer Operation zur Verfügung stehen.
