WIE WIRD NIERENKREBS DIAGNOSTIZIERT?
Kommt der Patient mit geringen, unspezifischen Beschwerden zum Arzt, wird dieser als erstes eine Anamnese vornehmen, Als Anamnese wird das Gespräch bezeichnet, in dem die Vorgeschichte des Patienten in Bezug auf seine aktuellen gesundheitlichen Probleme, aber auch Medikamenteneinnahme, Erkrankungen in der Familie (z.B. das von-Hippel-Lindau-Syndrom) oder andere Risikofaktoren und ggf. soziale und psychologische Aspekte abgeklärt wird. Ziel dieses Gesprächs ist es, dem Arzt Hinweise auf die mögliche Erkrankung zu geben bzw. andere auszuschließen.
Auch ein umfassende klinische, also körperliche Untersuchung, eine Harn- und Blutuntersuchung kann dem Arzt weiteren Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben.
Letztendlich kann jedoch nur ein so genanntes bildgebendes Verfahren den Beweis für das Vorliegen eines Nierentumors bringen. Die beiden wichtigsten Verfahren sind die Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) und die Computertomographie (CT). Diese Untersuchungen werden eingesetzt, um die Ausbreitung des Tumors (Größe, Lage und Metastasierung) festzustellen. Die Ergebnisse der bildgebenden Diagnostik sind für die weitere Therapieplanung von essentieller Bedeutung und sollten daher vor der Planung einer Operation zur Verfügung stehen. Durch bildgebende Verfahren kann leider nur selten nachgewiesen werden, ob es sich bei einer Geschwulst um bösartiges oder gutartiges Gewebe handelt. Dafür ist eine Gewebeprobe notwendig.
Bei der Feinnadelbiopsie wird mittels einer dünnen Nadel Gewebe aus dem Tumor zur pathologischen Untersuchung entnommen. Wurde in vorhergehenden Untersuchungen festgestellt, dass keine Metastasen vorhanden sind und der Tumor operabel ist, wird in der Regel von einer Feinnadelbiopsie abgesehen und eine Gewebeuntersuchung im Anschluss an die Operation vorgenommen. Wurden bereits Metastasen festgestellt bzw. ist der Tumor mit Sicherheit aufgrund seiner Größe oder Lokalisation nicht operabel, ist die Feinnadelbiopsie des Primärtumors oder einer Metastase die bevorzugte Methode zur Diagnosesicherung.
Untersuchungen auf Metastasen
Um Metastasen im Brustkorb aufzuspüren, wird eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs (Rö-Thorax) oder noch besser eine CT veranlasst. Wird eine weitere Ausbreitung vermutet, erfolgt eine Computertomographie des Kopfes und eine Knochenszintigraphie.
