DER MULTITYROSINKINASE-HEMMER SUNITINIB
Bei dem Multityrosinkinase-Hemmer Sunitinib (Handelsname Sutent®) handelt es sich um ein kleines Molekül, das mehrere Signalwege innerhalb der Zelle gleichzeitig blockiert, die sowohl für das Tumorzellwachstum als auch für die Tumorangiogenese (Gefäßentstehung) entscheidend sind. Dadurch weist Sunitinib sowohl eine direkte als auch eine indirekte Antitumoraktivität auf. Aufgrund der Hemmung mehrerer Rezeptoren bezeichnet man Sunitinib als Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor.
Sunitinib wurde im Juli 2006 erstmals zur so genannten Zweitlinien-Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms zugelassen - damit konnte es dann eingesetzt werden, wenn eine Therapie mit Zytokinen versagt hatte. Im Januar 2007 erfolgte eine Erweiterung der Zulassung: Das Medikament Sunitinib ist seitdem auch für Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom als Erstlinien-Therapie zugelassen, d.h. Sunitinib kann direkt im Anschluss an eine Operation zum Einsatz kommen.
