DEN PRIMÄRTUMOR BEHANDELN
Frühes Stadium bedeutet, dass zum Diagnosezeitpunkt keine Metastasen
(= Tochtergeschwüre) nachgewiesen werden können. In diesem Fall ist die Operation des Tumors die Therapie der ersten Wahl. Ob dabei die gesamte Niere oder ob nur ein Teil der Niere unter Erhaltung der Organfunktion entfernt werden muss, wird im Einzelfall entschieden. Ausschlaggebend dafür sind die Größe und die Lage des Tumors. Bei einer voll funktionsfähigen zweiten Niere übernimmt diese die Funktion des entfernten Organs. Dem Patienten entstehen dadurch keine gesundheitlichen Nachteile.
Derzeit erfolgt in der Regel keine Anschlussbehandlung, wenn der Tumor komplett entfernt werden konnte. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sollten jedoch alle drei bis sechs Monate erfolgen - je nach zeitlichem Abstand zur Operation.
Sollte eine Operation aus verschiedenen Gründen nicht infrage kommen, stehen weitere lokale Therapieverfahren zur Verfügung, um den Tumor zu behandeln. Dazu gehören die Embolisation, die Radiofrequenzablation und die Kryoablation sowie weitere Verfahren, die jedoch als experimentell gelten und daher nicht als Standardbehandlung angesehen werden können.
