IST JEDER NIERENKREBS GLEICH?
Als Nierenzellkarzinome werden Tumoren zusammengefasst, die im Funktionsgewebe der Niere, dem Parenchym, auftreten. Man unterscheidet die Nierenzellkarzinome nach Zelltypus und nach Entstehungsort. Dies ist insofern wichtig, als dass die Erkenntnisse der letzten Zeit darauf hindeuten, dass die Tumoren - abhängig von Zelltyp und Lage - in ihrem Verlauf, ihrem Ansprechen auf eine Therapie und in ihrer Prognose unterschiedlich sein könnten. Für nähere Erkenntnisse müssen jedoch noch einige Untersuchungen und Studien vorgenommen werden.
Der häufigste Zelltyp des Nierenzell-
karzinoms ist mit ca. 80% das klarzellige, auch konventionelle, Nierenzellkarzinom. Anschließend folgt mit ca. 5 bis 10% das papilläre (chromophile) und mit etwa 5% das chromophobe Nierenzellkarzinom. Mit 1% sehr selten ist das Ductus Bellini Karzinom. Der Rest entfällt auf die so genannten Onkozytome, eher gutartige Tumoren.
